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Stiftung Schweizer Wappen und Fahnen |
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Gemeindefusion im Kanton Waadt: Vully-les-Lacs Gemäss dem ersten Fusionsprojekt sollten sollten die acht Gemeinden Bellerive, Chabrey, Constantine, Cudrefin, Montmagny, Mur, Vallamand und Villars-le-Grand zur neuen Gemeinde Vully-les-Lacs zusammengefasst werden. In der Abstimmung vom 23. Januar 2009 verwarf die Gemeinde Cudrefin als einzige die Fusion. Am 29. November 2009 stimmten die restlichen sieben Gemeinden nochmals ab und votierten einhellig für den Zusammenschluss.
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Bellerive |
Chabrey
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Constantine
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Montmagny
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Mur |
Vallamand
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Villars-le-Grand |
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Vully-les-Lacs |
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Die erste Projektgruppe lancierte folgendes Wappen für die neue Gemeinde Vully-les-Lacs: Das bisherige Wappen von Vallamand wurde in ein Logo überführt. Dementsprechend war im Internet und auf Dokumenten dieses "Wappen" quadratisch dargestellt. Trotzdem wurde von einem Wappen (armoiries) gesprochen.
Die Heraldiker sind sich nicht ganz einig, ob in einem gevierten Wappen die heraldische Farbregel in Bezug auf die einzelnen Felder auch gilt. Besonders in der Romandie gibt es etliche Wappen, bei denen aneinandergrenzende Felder nicht der Farbregel entsprechen. Im vorliegenden Wappen stossen Blau und Grün aneinander. Das sind ausgerechnet die Farben, sie auf grössere Distanz nicht auseinander zu halten sind! Eine Traube kann so weit stilisiert werden, dass nur noch Kreisflächen vorliegen, wie es auch bereits in vereinzelten Wappen vorkommt. Aber der Stiel oder Stängel muss vorhanden und erkennbar sein. Im vorliegenden Fall handelt es sich nicht mehr um den Stiel der Traube, sondern um die Initiale "V", wie sie im bisherigen Wappen von Vallamand vorhanden ist und im neuen für den Namen Vully-les-Lacs steht. Ein Stiel verzweigt sich gegen die einzelnen Traubenbeeren, aber nicht von diesen weg. Weiter ist Braun keine heraldische Farbe und darf in Neuschöpfungen nicht verwendet werden. Die Kombination einer so stark stilisierten Traube und dem gevierten Schild wirkt sich im Wappen von Vully-les-Lacs ungünstig aus. Besser wirken Figuren, die auf einen gevierten Schild gelegt werden, wenn sie nicht durchbrochen, sondern als eine Einheit dargestellt werden. Bei der Verbindung eines gevierten Schildes mit einer stark gegliederten Figuren ist es oft besser, wenn die Teilungslinien durch die Figur hindurch gezogen werden und die Figur in gewechselten Farben dargestellt wird. Das ermöglicht ein Wappen mit zwei Farben. Das Wappen von Vully-les-Lacs wirkt mit seinen fünf Farben denkbar ungünstig. Die Anzahl von acht Beeren an der Traube sollte sich auf die Anzahl der acht vereinigten Gemeinden beziehen. Nun verwarf aber Cudrefin die Fusion. Damit zeigte sich bereits, wie problematisch eine Zählfunktion im Wappen sein kann: Sie ist überholt, wenn zu einem späteren Zeitpunkt weitere Gemeinden dazu stossen oder eine aus dem Fusionsprojekt aussteigt!
Beispiele mit stark stilisierten Trauben:
Beispiele von gevierten Wappen, in denen pro Feld ein Motiv vorhanden ist:
Beispiele von Wappen mit aufgelegtem Motiv:
Beispiele von Wappen mit Motiven in gewechselten Farben:
Nun, unsere Kritik wurde nicht gehört oder nicht ernst genommen. Die Anzahl der Beeren an der Traube wurde um eine reduziert und der Rest blieb beim Alten. Nun ist die Traube als solche kaum noch zu erkennen. Die Kreisflächen könnten auch als Münzen gedeutet werden und das "V" als eine Vase, denn die braune Farbe könnte als irden gedeutet werden - als ein Hinweis auf einen bedeutenden Münzenfund?
Die offizielle Blasonierung des Wappens von Vully-les-Lacs lautet:
Übersetzt:
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Wertung: Schlecht
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