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Stiftung Schweizer Wappen und Fahnen |
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Gemeindefusion im Kanton Graubünden: Donat Im Jahr 2003 vereinigten sich die beiden Gemeinden Donath und Patzen-Fardün zur neuen Gemeinde Donat:
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Donath
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Patzen-Fardün
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Donat
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Die neue Gemeinde Donat legt Wert auf die korrekte Schreibart in romanischer Sprache, d.h. ohne "th" am Schluss. Jedem Heraldiker missfällt der Verstoss gegen die heraldische Farbregel, da im neuen Wappen Gelb (Gold) an Weiss (Silber) stösst. Weiter sind die beiden Schildhälften schlecht ausgefüllt und die Figuren wirken durch die massive Verkleinerung schlecht. Diese dürften auf dem Stempel nur schlecht erkennbar sein, was auch auf die Fahnen zutrifft, wenn diese aus der Distanz betrachtet werden. Der Staatsarchivar von Graubünden nimmt in seinem Brief vom 30. September 2003 wie folgt Stellung: "Neuschöpfungen von Wappen bei Gemeindefusionen sind häufig gewissen Vorgaben und Einschränkungen unterworfen und stark mit Emotionen verknüpft. Da das Wappen vielfach als Teil der Identität betrachtet wird, darf dessen Akzeptanz bei der Bevölkerung nicht ausser Acht gelassen werden. Im Fall von Patzen-Fardün und Donath bestand seitens der Gemeinden die Vorgabe, die bisherigen Gemeindewappen zu einem neuen zusammenzuführen. Die kantonale Wappenkommission erachtete den Verstoss gegen die heraldische Farbregel ausnahmsweise als tolerierbar, da dafür in der schweizerischen Heraldik zahlreiche Präzedenzfälle bestehen (Kanton Tessin, Thurgau, Waadt, viele Gemeindewappen). Neue Gemeindewappen werden von der kantonalen Wappenkommission geprüft und von der Kantonsregierung genehmigt. Es ist der Kommission ein Anliegen, dass neue Gemeindewappen regelkonform gestaltet werden und dass sich die Betroffenen damit identifizieren können. Sie wird sich künftig bei problematischen Fällen von Fachstellen beraten lassen." Auffallend ist, dass beide Gemeindewappen doch nicht unverändert zusammengefügt wurden: Der Schwert tragende Greif von Donath wurde entwaffnet und das rote Schwert von Patzen-Fardün versilbert. Soll damit zum Ausdruck gebracht werden, dass sich die beiden Gemeinden friedliebend zusammenfanden und der Greif sein Schwert nicht gegen die Nachbargemeinde erhebt und das Schwert der andern Gemeinde vom Blut gesäubert wurde? Das Vereinigen von zwei Wappen in ein einzelnes ist nicht ganz unproblematisch, wie das neue Wappen zeigt. Doch welche Zukunft ist diesem Wappen beschieden? Auch die neu fusionierte Gemeinde Donat wird sich in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten mit weiteren Gemeinden zusammenschliessen - und die Frage nach dem Wappen wird sich wieder stellen.
Blasonierung des neuen Wappens:
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Wie diese Abbildung zeigt, hätte die Vereinigung der beiden Gemeindewappen auch so erfolgen können: Da der Name Donat bleibt, wird die Hauptfigur, der rote Greif, übernommen. Anstelle des Schwertes trägt er die Fackel aus dem Wappen von Patzen-Fardün. Weiter wird die Grundfarbe Gelb (Gold) aus dem Wappen von Patzen-Fardün übernommen. Diese Lösung wäre heraldisch einwandfrei: Kein Verstoss gegen die Farbregel und das Feld wird von der Figur optimal ausgefüllt. Beide Gemeinden finden ihre wichtigsten Wappenmotive wieder.
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Wertung des offiziellen
Wappens: Schlecht
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