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Kanton St. Gallen

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für die Wertung

 

 

Gemeindefusion im Kanton St. Gallen: Nesslau-Krummenau

Im Jahr 2004 vereinigten sich im Toggenburg die beiden Gemeinden Krummenau und Nesslau zur neuen Gemeinde Nesslau-Krummenau:

 

 

Krummenau

 

 

Nesslau

 

 

 

Nesslau-Krummenau,
ab 1. Jan. 2013 Nesslau

 

 

Das neue Wappen ist eine an sich gelungene Kombination der beiden bisherigen. Es ist einfach und heraldisch absolut korrekt. Die beiden sehr ähnlichen Wappen mit zwei Wellen führten zwangsläufig zum dieser Lösung. Die beiden Sterne stehen nun für die beiden bisherigen Gemeinden.

Ab 1. Januar 2013 ist zusätzlich die Gemeinde Stein mit Nesslau-Krummenau zusammengeschlossen. Das 2004 neu angenommene Wappen wird weitergeführt, jedoch auf den Doppelnamen Nesslau-Krummenau verzichtet. Die Gemeinde heisst Nesslau, nach dem grössten Dorf.

Im Kontext mit den bisherigen Wappen, wie beispielsweise bei einer Festbeflaggung mit der Gemeindefahne und den beiden Dorffahnen, zeigt sich jedoch eine gewisse Eintönigkeit, wenn nicht sogar Phantasielosigkeit. Falls dem Eindruck dadurch begegnet werden sollte, dass die bisherigen Gemeindefahnen nun nicht als Dorffahnen benützt werden sollte, wäre das ein schlechter Weg. Die bisherigen Wappen und Fahnen verlieren zwar ihren offiziellen Status, sind aber weiterhin geistiges Eigentum der Einwohner der betreffenden Gemeindeteile und vermutlich weiterhin auch die Hoheitszeichen der nach wie vor bestehenden Ortsbürgergemeinden. Sie sind es wert, in Ehren gehalten und weiterhin benützt zu werden.

Bei der Fusion wurden zwangsläufig Gedanken gemacht über ein neues Wappen. Eine Idee war, den Frauenschuh (Cypripedium calceolus) ins Wappen zu setzen als Hinweis auf die grösseren Feuchtgebiete von nationaler Bedeutung, die sich auf dem Gebiet der neuen Gemeinde befinden. Der Frauenschuh ist ein typischer Vertreter dieser Feuchtgebiete. Die Idee war phänomenal und liess sich auch gut umsetzen. Zudem ist diese Blume in der Heraldik ein eher seltenes Motiv. Nur gerade in Österreich (Strass im Attergau) führt eine Gemeinde diese Blume in ihrem Wappen. Doch der Mut verliess die Verantwortlichen und man wählte das Wappen, das möglichst viel Bekanntes und Hergebrachtes aufwies. Es ist sehr schwer, in ländlichen Gebieten neuen Ideen umzusetzen.

 

 

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Hier sind vier Varianten in verschiedenen Farben zu sehen: Blau/Weiss hätte einen Bezug zum bisherigen Wappen von Nesslau und dem ehemaligen Kloster St. Johann im Thurtal. Schwarz/Gelb sind die Farben des Obertoggenburgs. Grün/Gelb sind die Farben des Wappens von Krummenau.

 

Blasonierung des neuen Wappens:
In Blau zwei weisse Wellenbalken, oben und unten begleitet von je einem sechsstrahligen gelben Stern.

 

Wertung: Gut  

 

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