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Stiftung Schweizer Wappen und Fahnen |
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Gemeindefusion im Kanton St. Gallen: Rapperswil-Jona Im Jahr 2007 vereinigten sich die beiden Gemeinden Rapperswil und Jona zur neuen Gemeinde Rapperswil-Jona:
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Jona
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Rapperswil
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Rapperswil-Jona
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Das bisherige Wappen der Gemeinde Jona verstösst mit dem gelben Marienbild auf dem weissen Schildgrund gegen die heraldische Farbregel. Dei beiden Rosen erinnern an den einstigen Hof der Grafen von Rapperswil. Das bisherige Wappen der Stadt Rapperswil ist dasjenige der Grafen von Rapperswil, das allerdings ursprünglich nur eine, später drei Rosen aufwies. Ein erhaltenes Stadtsiegel von 1306 zeigt bereits zwei Rosen und die Farben sind auf einem Stadtfähnlein aus dem 15. Jahrhundert überliefert. Durch dieses Wappen ist Rapperswil in der ganzen Schweiz als "Rosenstadt" bekannt. Die Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft nahm 1919 ein neues Dampfschiff in Betrieb, das auf den Namen "Stadt Rapperswil" getauft wurde, versehen mit den Stadtwappen von Rapperswil. Als schwimmendes Industriedenkmal ist das restaurierte Dampfschiff seit 2006 wieder im Einsatz. Im neuen Wappen sind die Rapperswiler Rosen mit dem Fluss Jona im Schildfuss ergänzt worden. Ein Verstoss gegen heraldische Regeln liegt nicht vor. Würde es sich um eine vollständige Neuschöpfung handeln, könnte man das Wappen als gut bis sehr gut einstufen. Hier wurde aber ein seit mehreren Jahrhunderten bestehendes Wappen verändert. Jede Ergänzung mit zusätzlichen Motiven schmälert die Aussagekraft eines Wappens. Gerade in diesem Falle ist es ausserordentlich bedauerlich, dass ein so altes und traditionsreiches Wappen verändert wurde. Aus der ganzen Schweiz sind zahlreiche Beispiele vorhanden, bei denen die Stadt bzw. die grössere oder bekanntere Ortschaft ihr Wappen bei Eingemeindungen unverändert beibehielt: Zürich 1893 und 1934, Winterthur 1922, Baden AG 1962, Zofingen 2002, Bern 1919, Biel/Bienne 1920, Thun 1920, Murten 1991, Genf 1931, Ilanz 1977, Beromünster 2004, St. Gallen 1918, Schaffhausen 1947 und 1964, Frauenfeld 1919 und 1998, Bischofszell 1996, Kreuzlingen 1927 und 1928, Weinfelden 1995, Belllinzona 1907, Lugano 1971 und 2004, Locarno 1928, Sitten/Sion 1968
Wie schon bei andern Fusionen wird auch hier wiederholt, dass die bisherigen Wappen und Fahnen ihre Gültigkeit auf privater Basis als Quartierwappen und -fahnen weiterhin beibehalten. Werden nun zu der offiziellen Stadtfahne auch die beiden Quartierfahnen gehisst, sind die roten Rosen dreimal vorhanden. Eine solche Wiederholung einzelner Motive wirkt sich optisch ziemlich ungünstig aus und hinterlässt nicht den besten Eindruck.
Blasonierung:
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Wertung: Befriedigend
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