Stiftung Schweizer Wappen und Fahnen

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Übersicht der Fusionen im
Kanton Tessin

Übersicht alle Fusionswappen

Kriterien für die Wertung

 

 

Gemeindefusion im Kanton Tessin: Centovalli

Ab dem Jahr 2009 sind die drei Gemeinden Borgnone, Intragna und Palagnedra unter dem neuen Namen Centovalli vereinigt:

 

 

Borgnone

Übernahme des Wappens der Familie Tondù
von Lionza. Die Tondù waren Kaminfeger und
emigrierten um 1600 nach Parma.
Als vermögende Rückkehrer liessen sie einen
Palast und eine neue Kirche bauen. Der rasierte
Kopf spielt auf den Namen tondù an (Tonsur).

 

 

Intragna

Das Wappen zeigt den mit 69 Metern höchsten
Glockenturm (campanile) des Kantons, erbaut
1730. In der Gemeinde stehen zwei Brücken
über den Isorno, eine davon mit einer
Spannweite von 150 und einer Höhe
von 80 Metern.

 

 

Palagnedra

Das Wappen zeigt die im Jahr 1588 gebaute
Brücke über die Melezza mit der kleinen, dem
heiligen Nepomuk geweihten Kapelle.

 

 

 

Centovalli

 

 

Hier wurde von einem Grafiker ein Logo in einen Wappenschild gesetzt, sicher für teures Geld der Steuerzahler. Dieses "Wappen" hat ausser der Umrisslinie mit Heraldik nichts Gemeinsames! Wenn ein Grafiker von Heraldik (noch) nichts versteht, so könnte er wenigstens ein Fachbuch konsultieren oder im Internet nach Informationen suchen. Ebenso unverständlich ist das Verhalten der kantonalen Behörden, die bei solchen Entgleisungen nicht einschreiten.

Weitere logoartige "Wappen" sind im Exkurs bei der Fusion von Collina d'Oro aufgeführt.
(Link zur Fusion)

 

Eine Blasonierung ist unmöglich.

Auf der Homepage der Gemeinde findet sich folgende Beschreibung: "Di verde e oro con la grande C che domina il blu di valle e acqua bordati completamente di bianco."

 

Wertung: Miserabel   

 

Zum nächsten, abgelehnten Fusionsprojekt: La Chassagne VD (alphabetisch innerhalb der Schweiz)

Zur nächsten Gemeindefusion: Collina d'Oro TI (alphabetisch innerhalb des Kantons Tessin)

Zur nächsten Gemeindefusion: Collina d'Oro TI (innerhalb der Bewertungsstufe "miserabel")


Exkurs: Buchstaben in Wappen

Weltbekannt ist das Wappen der Hauptstadt Italiens mit den vier Buchstaben S, P, Q und R. Mit dieser Abkürzung wird auf den lateinischen Begriff
SENATUS POPULUSQUE ROMANUM (Senat und Volk von Rom) verwiesen:

Solche Initial- oder Buchstabenwappen sind vorwiegend in Italien und Spanien verbreitet. Die ältesten gehen ins 15. Jahrhundert zurück.
Gelegentlich sind vollständige Worte zu finden, z.B. FIDELITAS im Wappen von Karlsruhe
.

Bei den in der Schweiz bekannten Buchstabenwappen verweisen diese meistens auf den Gemeindenamen.
Manchmal ist auch eine Doppelbedeutung gegeben: Das T ist oft als Antoniuskreuz und das V als gestürzter Sparren zu lesen.
Die ersten Anwender der auf den Kampfschildern aufgemalten Wappen waren des Lesens unkundig. Deshalb sind etliche Heraldiker der
Ansicht, dass Buchstaben nicht als Wappenmotive verwendet werden sollten. Trotzdem sind Buchstaben beliebte Wappenmotive.

       

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